Prävention von Essstörungen


Ansätze für die pädagogische Praxis

Prävention von Essstörungen

Was versteht man unter "Prävention von Essstörungen"?

Der Begriff "Prävention" leitet sich vom lateinischen "prävenire" ab.  Im Gesundheitswesen und der Pädagogik wird der Begriff Prävention im Sinne einer Vermeidung von Krankheiten und Missständen, die das Wohlbefinden beeinträchtigen, gebraucht. Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Prävention. Angebote zur primären Prävention von Essstörungen sollten dazu beitragen, dass Essstörungen erst gar nicht entstehen. Angebote zur sekundären Prävention sollen dazu beitragen, bereits erkrankte Menschen frühzeitig zu erreichen, um eine Chronifizierung der Krankheit zu verhindern.


Prävention von Essstörungen möchte ...

  • junge Menschen stärken und ihnen ein Gefühl für ihre eigenen Fähigkeiten und Talente geben.
  • jungen Menschen ein positives Gefühl für ihren Körper vermitteln.
  • jungen Menschen helfen, ein natürliches Gefühl für Hunger und Sättigung zu entwickeln das herrschende Schönheitsideal zu hinterfragen und
  • jungen Menschen ein kritisches Medienbewusstsein vermitteln.
  • Aufklärungsarbeit über die Sinnlosigkeit von Diäten und die Auswirkungen auf den Körper leisten.


Da Prävention auf möglichst breiter Basis stattfinden sollte, können folgende Zielgruppen in Präventionskonzepte einbezogen werden:



Eltern

Die Ursache für Essstörungen liegen oft in der Familie.
Eine Aufklärung und Sensibilisierung von Eltern ist daher besonders wichtig.

Weitere Information zu familiären Ursachen sind hier zu finden.



Pädagog*innen

Essstörungen bleiben oft lange unerkannt. Gerade pädagogische Fachkräfte wie Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und Erzieher*innen sollten aber in der Lage sein, Essstörungen frühzeitig zu erkennen und adäquat zu handeln.



Trainer/innen

rainer/innen im Bereich Sport und Tanz sind oftmals an der Entstehung von Essstörungen beteiligt, da sie Jugendliche zum Abnehmen anhalten. Gerade diese Gruppe von Lehrkräften sollte also gut informiert und um einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema bemüht sein.



Mediziner/innen

Viele Essgestörte suchen Ärzte auf ohne den tatsächlichen Grund ihrer Beschwerden zu nennen. Das macht ein frühzeitiges Erkennen von Essstörungen sehr schwer. Besonders Mediziner/innen sollten also gut informiert und sensibel im Umgang mit Essstörungen sein.




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