Prävention von Essstörungen - Katrin Raabe

Ist Prävention von Essstörungen möglich?

Das Wort "Prävention" leitet sich von dem lateinischen Wort "praevenire = zuvorkommen" ab und wird im Bereich der Medizin und Gesundheitspsychologie im Sinne der Vermeidung und Vorbeugung von Krankheiten gebraucht.

Man unterscheidet primäre, sekundäre und tertiäre Prävention:

Primäre Prävention:
Unter primärer Prävention versteht man Bemühungen der Gesundheitsförderung, die dazu beitragen sollen, die Entstehung von Essstörungen zu verhindern.

Sekundäre Prävention :
Unter sekundärer Prävention versteht man die Senkung der Prävalenzraten von Krankheiten dank Früherkennung und frühzeitiger Behandlung. Einer Chronifizierung und Unheilbarkeit soll dadurch vorgebeugt werden.

Tertiäre Prävention:
Der Begriff tertiäre Prävention schließlich deckt sich mit dem Konzept der Rehabilitation. Durch effektive Behandlungsmaßnahmen sollen langfristige Verhaltensänderungen erzielt werden.

Ich bin der Überzeugung, dass eine Prävention von Essstörungen möglich ist.
Allerdings nicht von heute auf morgen... Um langfristige Erfolge zu erzielen, ist es wichtig, Überzeugungsarbeit auf vielen Ebenen zu leisten. Eine reine Aufklärung über die Gefahren von Essstörungen halte ich für sinnlos. Die meisten Mädchen und Frauen wissen sehr genau um die Gefahren ihres Tuns. Auch haben die Erfahrungen aus der Drogenprävention gezeigt, dass bloße Abschreckung meist noch den Reiz an der Gefahr erhöht.